Wenn ein Angehöriger plötzlich mehr Unterstützung braucht, muss es oft schnell gehen — und gleichzeitig soll die Entscheidung gut überlegt sein. Viele Familien fragen uns deshalb zuerst: Wie läuft das eigentlich ab? Hier finden Sie die typischen Schritte von der ersten Anfrage bis zum ersten Betreuungstag, so wie wir sie in Kärnten und der Steiermark täglich begleiten.

Schritt 1: Erstgespräch und Bedarfserhebung

Am Anfang steht ein kostenloses, unverbindliches Gespräch — telefonisch oder bei Ihnen zu Hause. Dabei klären wir gemeinsam:

  • Welche Unterstützung wird im Alltag gebraucht (Mobilität, Körperpflege, Essen, Nacht)?
  • Gibt es besondere Anforderungen, z. B. Demenz, Diabetes oder eingeschränkte Mobilität?
  • Wie sind die Wohnverhältnisse — steht ein eigenes Zimmer für die Betreuungskraft zur Verfügung?
  • Welche Pflegestufe liegt vor, und welche Förderungen kommen infrage?

Je ehrlicher dieses Bild ist, desto besser passt später die Betreuungskraft. Eine kurze Bedarfsdokumentation (ärztliche Befunde, Alltagsnotizen) hilft dabei sehr.

Schritt 2: Auswahl der passenden Betreuungskraft

Auf Basis des Erstgesprächs schlagen wir Ihnen eine Betreuungskraft vor, die fachlich und menschlich zur Situation passt — mit Erfahrung, Deutschkenntnissen und Referenzen. Sie lernen die vorgeschlagene Person vorab kennen und entscheiden selbst. Wichtig zu wissen: Die Chemie muss stimmen. Passt es nicht, suchen wir weiter — ohne zusätzliche Kosten.

Schritt 3: Anreise und Start

Die Organisation der An- und Abreise übernehmen wir vollständig. Die Betreuungskraft zieht bei Ihnen zu Hause ein, und die ersten Tage dienen dem gegenseitigen Kennenlernen: Tagesablauf, Gewohnheiten, Medikamente, Notfallkontakte. Wir bleiben in dieser Phase eng in Kontakt und passen an, was nötig ist.

Der Alltag: Zwei Betreuungskräfte im Turnus

Bewährt hat sich das Modell mit zwei fixen Betreuungskräften, die sich im 14-Tage-Rhythmus abwechseln. Ihr Angehöriger hat dadurch verlässliche Bezugspersonen statt ständig wechselnder Gesichter — und beide Kräfte bleiben ausgeruht und motiviert. Den Wechseltag und den Transport koordinieren wir im Hintergrund; Sie müssen sich um nichts kümmern.

Was kostet das — und wer hilft mit?

Die Kosten hängen vom Betreuungsbedarf ab. Einen Überblick über typische Beträge finden Sie in unserem Artikel Was kostet 24h-Pflege in Österreich?. Dazu kommen Pflegegeld und die Förderung der 24-Stunden-Betreuung — wie Sie diese beantragen, lesen Sie unter Förderung für 24h-Betreuung beantragen.

Wie schnell geht es?

In dringenden Fällen — etwa nach einem Spitalsaufenthalt — ist ein Start oft innerhalb weniger Tage möglich. Üblich sind ein bis zwei Wochen von der Anfrage bis zum Einzug der Betreuungskraft.

Hinweis

Dieser Artikel beschreibt den typischen Ablauf und ersetzt keine individuelle Beratung. Rufen Sie uns an oder senden Sie eine unverbindliche Anfrage — wir nehmen uns Zeit für Ihre Situation.